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Brief von Paulus Manker an

Lukas Maximilian Hüller.

PAULUS MANKER
1010 Wien, Schulhof 4

7. November 2001

Lieber Maximilian Hüller,

Vielen Dank für Ihre Anfrage und die Zusendung des reichhaltigen Photomaterials. Ich hatte mittlerweile auch Gelegenheit, Ihre Ausstellung in der Galerie Kurrent zu besichtigen und bin offen gestanden von Ihren Arbeiten sehr angetan und vom Ehrgeiz Ihres neuen ungewöhnlichen Photoprojektes begeistert.

Sie planen ein künstlerisch ehrgeiziges und vermutlich sehr aufwendiges Projekt, das mich gleichermaßen als Schauspieler und Regisseur interessiert. Die Kenntnis Ihrer bisherigen Arbeiten, Ihrer Auseinandersetzung mit Zeit und Raum, die „Panoramaphotografien“ und Ihre bereits realisierten photographischen Inszenierungen – wenn ich sie so nennen darf –, inkludieren bereits die Bereiche Regie & Schauspiel und haben mich veranlasst, mein Interesse zu bekunden, bei diesem Ihrem nächsten Projekt mitzuarbeiten.

Die Realisation einer szenischen Interpretation der Sieben Todsünden in „Rundumfototechnik“ photografisch umzusetzen ist vor allem in Bezug auf die einzelnen Bilder von Hieronymus Bosch zu diesem Thema ein sehr 
glücklicher Ansatz. Diese völlig andere Herangehensweise an das Thema und die neue Art der Umsetzung haben mich von dem Projekt überzeugt: Ein Projekt an der Schnittstelle Fotografie, Theater und Film.

Und eine Thematik, die gerade jetzt hoch interessant und brisant ist. Meine Rolle in diesem Projekt sollte sich vielleicht nicht nur auf das Schauspiel beschränken, sondern sich u.U. auch auf den Bereich Regie ausdehnen, da mir dies für eine erfolgreiche Umsetzung unbedingt erforderlich erscheint. Ihr Vorschlag, mit mehreren international renommierten und bekannten Künstlern und Film- und Theaterschauspielern aus Österreich und Europa zusammenzuarbeiten, gibt dem Unternehmen zusätzliches Relief, das ihm meiner Meinung nach gebührt.

Dass es sich hierbei um ein mehr als förderungswürdiges Projekt handelt, steht für mich außer Zweifel. Meine Unterstützung hat dieses Projekt – und ich hoffe dadurch die Realisierung zu erleichtern und Förderer und Sponsoren zu einer Unterstützung bewegen zu können. Dieses Projekt und Ihre geplante Präsentation der „Sieben Todsünden“ als begehbare Photoinstallation, sollte und müßte auch und vor allem in Österreich auf Unterstützung stoßen.


Mit den besten Wünschen für Ihre Arbeit daran verbleibe ich

mit herzlichen Grüßen

Ihr


Paulus Manker

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