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PHOTOINSTALLATION

Neben den sieben plus vier großformatigen, klassischen 
Photographieausarbeitungen der sieben Inszenierungen ist eine begehbare Photoinstallation geplant:

Sieben begehbare zylindrische Innenräume mit der Rotationsphotographie auf der Mantelinnenseite, also als begehbares Kreisbild, zeigen nicht nur eine Art Reinstallation der Inszenierungen, vielmehr lassen sie den Betrachter inmitten der Sündendarstellung stehen, somit teilhaben – sowie auch schon historisch die bildliche Darstellung der Todsünden ein Spiegel für den Betrachter seinerselbst sein sollte.

Die zylindrische, kreisförmige & begehbare Bildpräsentation erinnert an die Historie der Todsündendarstellungen des 14. / 15. Jh. der 
flämischen Malerei in Radstruktur, allen voran natürlich der dem Projekt Ausgangspunkt seienden Tafelmalerei der kreisförmig angeordneten Sündendarstellung des Hieronymus Bosch in dessen Todsündentisch:
Die zweifellos bedeutendste künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik der sieben Todsünden - als Auftragswerk der katholischen Kirche.

Des weiteren werden die sieben in sich zylindrischen 
Bildinstallationen, wiederum in Kreisform zueinander
angeordnet stehen. Somit wird das bosch´sche Zentrum des Todsündentisches, das Auge Gottes, zentraler Ausgangspunkt der Betrachtung der
Sünden-Installation(en).

Für die filmische Umsetzung lädt Lukas M. Hüller sieben Filmemacher oder Videokünstler ein, die sich jeweils mit einer der Inszenierungen auseinandersetzen. Hüllers einzige Vorgaben für die entstehenden Clips sind: Entsprechende Sünde, Örtlichkeit, Bühnenbild & Umfeld, Schauspieler.

Die Idee hinter dieser Konzeption ist es sieben unterschiedliche, außenstehende Sichtweisen, Stilrichtungen und Interpretationen der von Hüller und Partnern inszenierten Sets zu kreieren. Die filmische Darstellung zu den vier Medaillons wird von Hüller selber erarbeitet.

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