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PHOTOGRAPHIEN

Die sieben photographischen Inszenierungen werden mittels der Technik der Rotationsphotographie realisiert.

Diese Technik ermöglicht neben der 360 Grad (und mehr) räumlichen Abbildung die weitaus mehr faszinierende Möglichkeit der bildlich – photographischen Aufzeichnung von Zeit und deren Abbildung in einer realen Photographie. Eine räumliche und zeitliche Darstellung etwa vergleichbar mit der des filmischen Schwenks und dessen zeitlicher Aufzeichnung - allerdings mit dem Resultat eines unbewegten Bildes.

Die Rotation der Kamera von 360 Grad und der damit verbundenen räumlichen Aufzeichnung dieser 360 Grad könnte z.B. etwa 5 Minuten benötigen – 5 Minuten durchlaufender Rotationsschwenk, ohne Schnitt;
5 Minuten Inszenierung und Handlung sowie die dadurch 
entstehende Möglichkeit multipler Personendarstellungen, festgehalten auf einem realen, photographischen, unmanipulierten Negativ.

Es entstehen Photographien, die einen Erzählvorgang (zeitlich & räumlich) ermöglichen und darstellen; ausgehend von der Entwicklungsgeschichte der Ikonographie der sieben Todsünden.

Schon seit dem 13 Jh. wurden die Todsünden- darstellungen aktiv in einen Erzählvorgang eingebunden: In kleinen Genreszenen entspringen die „Lastergestalten“ dem Alltag, sprechen den Betrachter also direkt an, zeigen ihm sein Spiegelbild und gemahnen...



Darüber hinaus sind das Reihenbild und das Radstruktur-Bild (in der entwicklungsgeschichtl. Darstellung der Todsünden) der Rahmen für diese raumgreifenden Genreszenen der Sündendarstellungen.

Scheint nicht auch das Format der Panorama- photographie dem des Reihenbildes verbunden?
Gibt es nicht auch eine Paralelle zwischen der Darstellung in Radstruktur, also als Kreisbild und der Rotations- photographie von 360° - also auch eine Art Kreisbild?


Phototechnisch: Rotationskamera nach dem Larsschen Prinzip (Larsscan); Schlitzbelichtung bei der die Rotation der Kamera gegengleich synchron zum konstanten Fortlauf des Filmes ist. Eine rein manuelle Aufnahme- technik ohne jegliche digitale Unterstützung oder Manipulation.

Film: 120 od. 220 mm Mittelformat, Color


LICHT UND BELEUCHTUNG

Natürliches Licht, unterschiedlich in den Tages- sowie Jahreszeiten, sowie künstliche Lichtquellen, die Teil der Ausstattung sind, werden eine wichtige Rolle spielen. Zusätzlich erforderliche Lichtquellen werden filmtechnisch gesetzt.

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