I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII

P r o j e k t b e s c h r e i b u n g

 Folder Seite 5

Folder ansehen?

EINE PHOTOINSTALLTATION ALS MULTIPLES PANORAMA

Aufbauend auf den sieben Sündenmotiven ist in einem weiteren Schritt die Installation eines multiplen, begehbaren Panoramas intendiert. Die Präsentation der szenisch inszenierten Rotationsphotographien als 
Installation, wird dabei dem formalen Aufbau des Todsündentisches von Hieronymus Bosch – Reihenbilder in Form einer Radstruktur – entsprechen:

• jede der sieben Photographien als begehbares
  Kreisbild
• sieben Räume mit Kreisgrundriss, deren Wände
  jeweils eine der Sündendarstellungen tragen
• sieben Räume kreisförmig um einen Zentralraum
  angeordnet.

Mit der Transformation der Tafelmalerei ins Dreidimensionale ermöglicht Lukas Maximilian Hüller dem Betrachter ins bosch´sche Zentrum – das Auge Gottes – vorzudringen.
Der Betrachter im begeh- und erlebbaren Bild, inmitten der sieben Todsünden, die Einblick in die Abgründe menschlicher Leidenschaft geben. Die Todsünden als Spiegel seiner selbst.


MAKING-OF – DER FILM

Waren Regie und Schauspiel bereits von Beginn an ein wichtiger Bestandteil von Hüllers szenisch inszenierten Photographien, so nehmen sie im Projekt der „Sieben Todsünden“, das auf der engen Zusammenarbeit 
von Photograph, Schauspieler und Regisseur basiert, eine zentrale Rolle ein.
Paulus Manker spricht im Zusammenhang mit dem Projekt von einer „theatralen Auseinandersetzung“, in der er seine Rolle „nicht nur auf eine schauspielerische“ beschränken wird.

Dem „filmischen Aufwand“ entsprechend, der für die Realisierung der Photographien vonnöten ist, wird ein filmisches Dokument entstehen, welches jenseits der Grenze eines Making-Ofs und einer Dokumentation 
der photographischen Drehtage angesiedelt ist.

„Die sieben Todsünden“ – ein filmisches Dokument: Ausdruck der Verbindung und Schnittstelle des multiplen Kunstprojekts, selbständig in der Auswahl des Festgehaltenen, frei im künstlerischen Ausdruck.


AUSGEWÄHLTE ÖRTLICHKEIT

Die Mühle Wangheim, am Leithafluss in den Feldern bei Deutsch Haslau, Niederösterreich, erbaut um 1530 weist architektonisch, historisch und landschaftliche Parallelen zur bosch´schen Todsündendarstellung auf.

Möglichkeit der visuellen Auseinandersetzung der sieben Photoszenarien in einem polydramatischen Stil.


INSZENIERUNG

Eine theatralische Inszenierung, mit auch multipel auftretenden Darstellern, in Gestik und Mimik von bosch´schen Abbildungen ausgehend, in Personifizierung und Handlung zeitadäquat angepasst. (Erschwert wird dies durch die phototechnische Prozedur der Aufnahme als Rotationsphotographie, welche die Immobilität von Ausdruck, Gestik und Mimik voraussetzt.)

back button

next button