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DIE SIEBEN TODSÜNDEN

Eine zeitadäquate Auseinandersetzung in photographischen Inszenierungen


Das Projekt des österreichischen Photokünstlers Lukas Maximilian Hüller basiert auf der langjährigen Beschäftigung des Künstlers mit dem Thema einer visuellen, zeitadäquaten Umsetzung der sieben Todsünden. Stolz, Neid, Zorn, Faulheit, Geiz, Völlerei und Wollust – sie gelten seit dem frühen Mittelalter als die Wurzel allen Übels.

Ausgangspunkt des Projektes ist eine der wohl berühmtesten Darstellungen dieses Themas aus dem Bereich der bildenden Kunst – der „Todsündentisch“ von Hieronymus Bosch. Sieben Einzelszenen aus dem 
Alltagsleben, jede eine der sieben Hauptlaster der Menschheit verkörpernd, kreisförmig um die zentrale
Darstellung des Schmerzensmannes (Christus, seine Seitenwunde zeigend) angeordnet. In den Ecken des „Tisches“ vier Medaillone, kreisrund – der Tod, das Jüngste Gericht, der Himmel und die Hölle.

Als Folge der intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema wird Lukas Maximilian Hüller sieben szenisch inszenierte Photographien
(& vier atmospherische) realisieren, sieben Panorama-
photographien, die eine zeitadäquate Transformation der sieben Todsünden in unsere heutige Zeit verkörpern.
Die Technik der Rotationsphotographie, die ein Abbilden von 360 Grad und mehr erlaubt, gibt dem Künstler dabei die Möglichkeit, mehrere Handlungen und Personen (Personengruppen) multipel auf einer einzigen Photographie – einem einzigen Negativ – darzustellen.


Eine zeitlich-räumliche Darstellung – etwa vergleichbar mit der des filmischen Schwenks und dessen zeitlicher Aufzeichnung – allerdings mit dem Resultat einer unbewegten Bildgeschichte.

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